Archiv für November 2013

Bochum:

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Zwei Sachdienliche Hinweise…

Wie allen bekannt sein dürfte gibt es in Düsseldorf nicht nur eine kleine, rührige anarchistische-syndikalistische Bewegung, sondern auch und vor allem eine breite Bewegung „anderer“. Und eben diese „anderen“ organisieren ab und an Veranstaltungen, die durchaus interessant sein können und Diskissionen anregen. In diesem Jahr sind dies zum Beispiel der Künstlerverein WP8 und der Heinrich Heine Salon. Der WP lädt noch im November zu den „Pfaden nach Utopia“ (23.11.2013) ein. Der Heinrich Heine Salon wird sich im Dezember (08.12.3013) dem Dichter, Anarchisten und Antifaschisten Erich Mühsam widmen.

Künstlerverein WP8 Düsseldorf
Was: Pfade durch Utopia
Am: 23.11.2013
Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr
Eintritt: Frei
Ort: Kölner Str. 73, 40211 Düsseldorf
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Heinrich Heine Salon Düsseldorf
Was: Matinee „Erich Mühsam“
Am: 08.12.2013
Zeit: 11:00 Uhr (pünktlich)
Eintritt: 10,00 EUR inkl. kl. Frühstück
Ort: Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation, Fichtenstraße 40, 40233 Düsseldorf
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Erich Mühsam

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Düsseldorf: Nachrichten aus dem Strafvollzug und Infos zur aktuellen Situation von Thomas Meyer-Falk

FAU Düsseldorf
Am: 13.11.2013
Einlaß: 19:00 UHr
Beginn: 20:00 Uhr
Ort: Kulturcafé Solaris, Kopernikusstr. 53, 40225 Düsseldorf
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ABC

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Düsseldorf: „Black Cat Blues“ – Ein Veranstaltungsbericht

Gewerkschafter Am Mittwoch dem 30.10.2013 fanden sich rund 15 Personen zur Lesung mit Hans Marchetto im Solaris auf der Kopernikusstr. 53 ein. Dabei ist es sicher übertrieben zu behaupten das die weitgereistestenn Menschen extra aus aus Ingolstadt oder Augsburg gekommen wären. Aber ohne das es einem die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste kann man berichten das zumindest einige aus Krefeld ihren Weg über den Rhein zu uns gefunden hatten. Die Lesung selbst dauert gut eine Stunde und war sicher anders als von einigen erwartet. So hat Hans nicht einfach nur seine Texte gelesen, sondern sie ausführlich eingeleitet. Am Ende bekamen die Zuhörer*innen ein detailreiches Mosaik der Schweizer Arbeiterbewegung, der Vergangenheit und Gegenwart des Anarchismus in der Schweiz und, nicht zu vergessen, der Biographie von Hans selbst.

Dank dieses Mosaiks wurde klar, das Hans Lyrik nicht im poetischen irgendwo entstanden ist ist oder von irgendeiner dahergelaufenen Muse herbei geküsst wurde, sondern das sie vom Leben selbst geschrieben wurden. Und das, ist ja bekanntlich weniger der „schönen Seite der Kunst“ oder der reinen „Ästhetik“ zugetan, sondern eher von der Art, das es einen Arbeiter mal mehr mal weniger hart in die Fresse tritt. Und weil wir nichts als unser Lachen haben – sind die Gedichte von Hans auch nicht verbittert, sondern getragen von einer Ironie, die auf hochdeutsch, nicht immer so gut rüber kam, wie sie wohl auf schweizerdeutsch ausgdrückt werden konnte. Alles in allem war es eine kurzweilige Stunde mit einer Art Kultur, die jenseits des klassischen Bildungsbürgertumskanons daher gekommen ist.

PS: Ein Nachtrag sei noch gestattet. Leider war einer der Gäste nicht in der Lage die Lesung zu genießen und hat stattdessen die Veranstaltung gestört. Er wurde allerdings sehr schnell zurechtgewiesen. Am Ende der Lesung versuchte er dann allerdings wieder zu stören (er nannte sein Gebrülle „Diskussion mit…“). Er wurde kurzerhand gebeten den Raum zu verlassen, was er, dankenswerter Weise auch ohne viel aufhebens zu machen auch tat.

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Maike Rosa Vogel – So Leute wie ich

Veröffentlicht am 01.10.2013

directed by Philipp Haußmann.

So Leute wie ich

C
Ich bin für 7 Euro 50 arbeiten gegangen em
Und kam nach Hause und nahm meine Tochter in den Arm C
Und mein Freund gab mir die Klinke in die Hand
em
Und ist so schnell wie er konnte zum Bus gerannt dm
Und hat die Nacht durchgesungen C
Um die Miete heimzubringen
dm
Aber krankenversichert waren wir trotzdem nicht G C
Und haben deshalb Hartz vier gekriegt

E am
Und alle schimpfen auf so Leute wie mich E am
Und ich frag mich warum ich schuld daran bin F
Dass Menschen arbeiten gehen C
Und nicht genug haben zum Leben F
Dass Menschen Kinder großziehen C
Mit denen sie nie in den Urlaub fliegen dm
Und wenn ich von uns erzähle
Und von allen, die ich kenne, C
Sagt man schnell, sie meinen nicht dich dm
Sie meinen die Penner
Die nur nehmen nehmen nehmen nehmen nehmen G7
Und niemals etwas geben C
Aber solche Leute kenne ich nicht G7
Das sind alles so Leute C
alles so Leute wie ich

Und ich hab Angst gehabt, alles zu verlieren
Und Angst gehabt nur noch fremde Schritte zu gehen
Und jeder dieser Schritte macht einen nur müde
Und am Ende sind fremde Schritte das einzige Gefühl
Angst vor jedem Anruf bei dem am Ende der Leitung
Jemand sitzt der alles kaputt machen kann
Und Angst vor jedem Antrag den jemand entscheidet
Der Leute wie mich nicht leiden kann

Und wir sind viele
Und ich kann nichts dafür
Ich war arbeiten und dann
War ich studieren
Und als mein Kind kam war ich froh
Und wollte was ausprobieren
Und alle hier sagen, sie brauchen Frauen wie mich
Aber am Ende meinen sie gar nicht mich.
Und es sind Leute, die nur nehmen nehmen nehmen nehmen nehmen
Die die Lebensläufe schreiben, die erfolgreich aussehen
Und das sind meistens nicht so Leute wie ich

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